- 400 Jahre Blümel-Family
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Die Blümel-Family
Blümel - Schreibweisen und Fundstellen
Man kann auf vielfältige Weise mit der Ahnenforschung beginnen. Wenn man noch irgendwelche Ahnentafeln oder Stammbücher von seinen Vorfahren hat, kann man sich viel Zeit ersparen. Aber wenn man sich Generation für Generation zurück arbeiten muss, dann hat man ein riesiges Puzzle vor sich, welches nur über einen langen Zeitraum zu lösen ist. Dann wird Ahnenforschung zwangsläufig zum Hobby.
Neben Recherchen im Internet, in Ämtern und in allen möglichen Archiven, gibt es natürlich noch weitere Möglichkeiten, sich auf die Spuren der eigenen Vorfahren zu begeben. Und wenn man dann sehr weit in die Jahrhunderte zurück geht, dann stellt man fest, dass die Aufzeichnungen immer spärlicher werden und irgendwann gibt es keine Dokumente mehr, entweder weil keine gemacht wurden oder weil sie durch Brände oder Kriege verloren gingen.
Eine der frühesten Quellen für Recherchen nach dem Familiennamen sind die Seelenliste von 1651 und die Berni Rula von 1654. Familiennamen aus ganz Böhmen wurden dort erstmals verzeichnet, teilweise aber nur vom Hausherrn.
Auszug aus der Berni RulaBezogen auf meinen Familiennamen fand ich in der Seelenliste von 1651 nachfolgenden Personen:
Adam und Martin Blimel aus Himmlisch Ribnei (Nebeská Rybná), eines
Fridrich Blimel und einer Anna Blimelova aus Petersdorf (Petrovice) sowie eines
Jirik (auch Georg) Blimmel aus Zöllnei (Celné)
Soweit die betroffenen Personen selbst nicht lesen oder schreiben konnten, was zur damaligen Zeit sehr weit verbreitet war, wurden die Namen vermutlich phonetisch niedergeschrieben, wodurch es zu unterschiedlichen Schreibweisen des Familiennamen oder des Vornamen kam.
So habe ich in Dokumenten des 17. Jahrhunderts die Schreibweisen Bliemel, Blimel, Bliemmel, Blimmel und Blümel gefunden. Aus einigen Dokumenten habe ich auch die tschechische Schreibweise des Familiennamens Blümel, nämlich Blymel, anlässlich der Erfassung im Theresianischen Kataster von 1713, gefunden.
Auf dem amerikanischen Kontinent wurde zumindest teilweise die Schreibweise (und spätere Aussprache) von Blümel zu Blumel. Ganz offensichtlich lag dies daran, dass das -ü- bereits bei der Erfassung in den Schiffsmanifesten mit einem -u- ersetzt wurde.
Auf den folgenden Seiten habe ich meine Familiengeschichte kurz zusammen gefasst.
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